BRAULIO
Roman von Werner Bern
N.N.Verlag – Berlin 2008 – 445 Seiten – nur hier im Internet
»Menschen verschwinden doch nicht einfach! Was meinst Du damit, er sei verschwunden?«
»Ich meine genau das, was ich sage. Verschwunden eben. Weg. In Luft aufgelöst. Vom Erdboden verschluckt. Oder was weiß ich. Und das ganze Geld natürlich auch.«
»Andrea, hör' mal, das klärt sich sicher ganz von alleine auf. Der hat die Frau seines Lebens getroffen, liegt mit ihr im Bett und ...«
»Der doch nicht!.«
»Dann ist er irgendwo versumpft, hat sich betrunken und schläft jetzt seinen Rausch aus.«
»Drei Tage lang? Und läßt mich hier alleine mit der ganzen Arbeit? Niemals.«
»Drei Tage ist natürlich verdammt lange. Hast Du mal die Polizei angerufen?
Hat er eine Frau?«
»Cazzo, natürlich, Tom. Für wie blöd hältst Du mich eigentlich? Nur weil ich Italiener bin, muß ich ja nicht auch noch doof ...
»Okay, okay,« lachte ich, »entschuldige, aber ich kenn' Dich doch, Du siehst die Dinge immer gerne ein bißchen dramatisch. Und daaasss könnte tatsächlich damit zu tun haben, dass Du ein Ita...«
»Tom! Smettila! Ich hab' Dich ja nicht angerufen, weil ich mir zu große Sorgen um das Geld oder um Stefano mache ...«